Namensgebung und Geschichte:
Der Name Prasem leitet sich vom griechischen Wort „prasos“ = Lauch ab und bezieht sich auf seine oft lauchgrüne Farbe.
Synonyme sind z.B. Prasius oder Lauchquarz.
Der Prasem ist aber auch unter dem Handelsnamen „afrikanische Jade“ bekannt.
Alle unedleren Quarze von grüner Farbe wurden in der Antike als Prasem bezeichenet.
Der Tempel des Apoll in Delphi wurde aus reinem Prasem erbaut, da man glaubte, das der Stein den Priestern die notwendige Ruhe für eine gerechte Urteilsfindung ermöglicht.
Im Mittelalter wurde Prasem gegen Augenleiden eingesetzt.
Allgemein:
Prasem wird am häufigsten tertiär durch die Metamorphose eisen-, calcium-, magnesium- und quarzhaltiger Steine gebildet. Seltener entsteht dieser Stein primär aus hydrothermalen Lösungen in Gesteinshohlräumen oder auf Klüften.
Fundorte:
Griechenland, Südafrika, Österreich, Australien, USA
Umgang und Pflege:
Unter fließendem Wasser reinigen.
Der Stein ist vor chlor- und säurehaltigen Mitteln sowie vor flußsäurehaltigen Textilreinigungsmitteln zu schützen. Wird dies nicht beachtet, werden polierte Oberflächen matt.
Verwendung:
Prasem wird z.B. als Rohstein, Trommelstein, Einzelkristall, Kristallstufe, Kugelkette, Seifenstein, Handschmeichelstein oder Anhänger angeboten.