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Halbedelsteine Lexikon
Smaragd (Beryll Varietät)


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Chemische Formel: Al2Be3(Si6O18) (Silikat)
Chemische Zusammensetzung: Aluminium, Beryllium, Silicium, Sauerstoff
Farbe: smaragdgrün, dunkelgrün
Härte: 7,5-8
Dichte: 2,67-2,90
Kristallsystem: hexagonal
Spaltbarkeit: unvollkommen
Glanz: Glasglanz
Transparenz: durchsichtig bis durchscheinend, undurchsichtig
Strichfarbe: weiß
Bruch: muschelig, uneben
Ähnliche Mineralien: Apatit, Olivin, Grossular, Diopsid, Verdelith, Uwarowit
Besonderheiten: Katzenaugeneffekt, nur selten Asterismus, dreizählige Verwachsungen (Trapiche- Smaragd)





Namensgebung und Geschichte:

Sein Name ist vom griechischen Wort „smaragdos“ = grüner Stein abgeleitet.

Der Smaragd wurde schon vor 500 Jahren von den Azteken in Mexiko und den Inkas in Peru abgebaut. Die Römer und die Griechen verwendeten ihn schon lange vor dieser Zeit zu Dekorationszwecken. In den Grabkammern der ägyptischen Pharaonen fand man Smaragde. Ja selbst in der Bibel werden sie erwähnt. Im Jahre 1900 fand man die Minen der Cleopatra, die seit dem Mittelalter in Vergessenheit geraten waren, in der Nähe des Roten Meeres. Man sagt Cleopatra soll ein Porträt von sich besessen haben, das in einen Smaragden graviert war.

Zahlreiche Smaragd Rohlinge sollen in Wracks auf dem Meeresgrund zwischen Amerika und Europa liegen. Smaragde stehen damals wie heute oft im Mittelpunkt der Schmuckgestaltung z.B. bei sakralen Gegenständen, Krönungsinsignien und vielen anderen Prunkstücken.

Allgemein:

Der Smaragd zählt neben dem Diamanten und dem Rubin zu den wertvollsten Edelsteinen überhaupt.

Es handelt sich hierbei um ein Mineral der Beryllgruppe, das in verschiedenen Gesteinen, vor allem aber in den Erstarrungsgesteinen Granit und Pegmatit sowie in den metamorphen Gesteinen Schiefer und Gneis vorkommt. Das Grün des Smaragdes ist unvergleichbar. Gewöhnlich ist er etwas getrübt, was durch Einschlüsse von Flüssigkeiten, Fremdkristallen und Gasen hervor gerufen wird. Dies ist keinesfalls ein Mangel sondern weist viel mehr auf seine Echtheit hin.

Makellose Exemplare von guter Farbe und Größe sind sehr selten und erzielen höhere Preise als gleich schwere Diamanten.

Fundorte:

Österreich (Habachtal/Salzburg) Brasilien, Birma, Kolumbien, Nordkorea, Australien, Tansania, Kolumbien,

Madagaskar, Rußland, Nigeria

Umgang/Pflege:

Vor der Reinigung mit Ultraschall und Dampf wird gewarnt. Spitz auslaufende Facetten sind durch Stoß gefährdet, da der Stein spröde ist.

Verwendung:

Die schönfarbigen Smaragde werden zu Schmucksteinen im Facettenschliff und im Cabochon geschliffen.



Zuletzt aktualisiert am: Dienstag, 1. Januar 2008