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Tektit


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Chemische Formel: SiO2-reiche glasähnliche Masse + Al,Fe,Ca,Na,K,Mg,Ti,Mn
Chemische Zusammensetzung: Silicium, Sauerstoff, Aluminium, Eisen, Calcium, Natrium, Kalium, Magnesium, Titan, Mangan
Farbe: grün, olivgrün, braungrün, schwarzgrün, seltener weiß, gelb oder mehrfarbig
Härte: 5,5-6,5
Dichte: 2,21-2,96
Kristallsystem: unregelmäßige, tropfenförmige Aggregate
Spaltbarkeit: keine
Glanz: Glasglanz, Fettglanz, matt
Transparenz: durchsichtig, undurchsichtig
Strichfarbe: weiß
Bruch: muschelig
Ähnliche Mineralien: Obsidian, Verdelith
Besonderheiten: oft Gasinklusionen und Oberflächenskulptur





Namensgebung und Geschichte:

Der Tektit ist nach dem griechischen Wort „tektos“ = geschmolzen benannt.

Tektite sind schon seit prähistorischer Zeit bekannt. Man fertigte daraus Arbeitsgeräte und Amulette.

Allgemein:

Tektite entstehen im Zusammenhang mit Meteoreinschlägen. Sie entstehen infolge rascher Schmelzvorgänge von Oberflächengesteinen beim Aufprall riesiger Meteoriten oder Kometen.

Die wohl bekanntesten Tektite sind die Moldavite, die in Südböhmen, Westmähren und Tschechien gefunden werden und nach der Moldau benannt sind.

Tektite werden durch Ätzen mit Säuren für die Schmuckherstellung veredelt.

Fundorte:

In Streufeldern von Meteorkratern – Böhmen, Australien, Thailand, USA

Umgang/Pflege:

Die Reinigung sollte mit Seifenwasser oder Ultraschall, niemals mit Dampf erfolgen.

Tektite sind wärmeempfindlich und platzen bei heftigen Temperaturschwankungen.

Sie können schon bei relativ niedrigen Temperaturen schmelzen.

Verwendung:

Vor allem die Moldavite werden als Edelstein bearbeitet .Die Steine werden im Facettenschliff und im Cabochon geschliffen aber auch in Naturform belassen.



Zuletzt aktualisiert am: Dienstag, 1. Januar 2008